Blog 3 - Bewusstsein für sich selbst

Nach “Bewusstsein für Medien und Inhalte” geht es nun zu “Bewusstsein für sich selbst”. Gewissermaßen ist es der Schritt von den externen Einflüssen, den Information und Medien die wir von außerhalb aufnehmen und verarbeiten, hin zu uns selbst. Zu dem, was uns von innen heraus - intrinsisch motiviert - antreibt und wichtig ist.

 

 

Extrinsisch vs. Intrinsisch

 

Im letzten Blog ging es um Medien und Inhalte, und wenn wir uns ehrlich sind, in der Regel sind es auch die Medien und Inhalte, die wir konsumieren, die letztendlich maßgeblich zu unserer Meinungsbildung führen. Manches davon läuft bewusst ab, manches davon unbewusst. Wenn man unter Kollegen oder mit Freunden und Familie über Themen diskutiert, so werden - wenn wir uns ehrlich sind - im Großen und Ganzen die aktuellen Medieninhalte widergespiegelt. Und zumeist relativ unreflektiert. Die Inhalte der Medien geben de facto sowohl das Thema, als auch zu großen Teilen die Meinung vor.

 

Meist kommt dann noch eine ordentliche Portion Emotion dazu, denn die entsprechenden Medienmacher wissen natürlich, dass sie mit Inhalten die aufwühlen, länger und besser im Gedächtnis bleiben, und dann eben mehr darüber geredet wird. Emotion steigert schlicht die Auflage. Emotion hilft uns aber leider nicht dabei rational zu denken.

 

 

Emotional vs. Rational

 

Für uns gute Entscheidungen könnnen wir aber am besten immer dann treffen, wenn wir emotionsfrei und rational an die Sache herangehen. Viele Politiktreibende versuchen aber natürlich oft genau das Gegenteil zu erreichen. Sie versuchen zu emotionalisieren. Denn wenn wir nicht in unserer Mitte ruhen und in der Balance sind, sind wir leichter aus dem Gleichgewicht zu bringen und durch die ausgelöste Emotionalität leichter abzuholen. Langfristig zufrieden ist aber immer, wer in Balance ist. Emotionen sind zwar nicht zwingend etwas schlechtes, weil sie uns zeigen, dass wir gerade nicht ausgeglichen sind. Aber das Ziel sollte sein immer wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Aus uns selbst heraus, und nicht aufgrund extrinsischer Einflüsse.

 

Das nächste Mal, wenn du emotional bist, versuche herauszufinden, warum das so ist. Suche die Lösung aber nicht außen, sondern in dir. Was hat die Emotion in dir ausgelöst? Warum wurde die Emotion ausgelöst? Ich behaupte nicht, das ist die einfachste Übung überhaupt - aber es zahlt sich aus. Beispielsweise, wenn ich die Forderung oder Position einer Partei unterstütze: Ist es meine tatsächliche Meinung und Überzeugung, oder wurde ich nur emotional abgeholt, weil ein wunder Punkt getroffen wurde? Steht das Inhaltliche der transportierten Nachricht vielleicht nur vermeintlich im Zentrum, weil es von der in mir ausgelösten Reaktion und Emotionen überlagert wird?

 

Was ich als Yogalehrer empfehlen kann ist zu meditieren. Meditieren wird ja immer beliebter. Nicht zuletzt, weil es uns hilft, stärker zu uns zu kommen. Auch wenn niemand immer und jederzeit in vollständiger Balance sein kann (dann wären wir ja keine Menschen mehr sondern Roboter) so kann meditieren in einer reizüberfluteten Welt ein wertvolles Werkzeug sein, um vermehrt einen klaren und neutralen Geistes zu erlangen. Dieser hilft uns, öfter als zuvor differenzierter und gelassener auf die Welt zu blicken.

 

 

Selbstbewusstsein - Was sind meine Meinungen, Werte, Bedürfnisse?

 

Dazu passend ist der abschließende Appell dieses Blogs zu Bewusstsein für sich selbst: Selbstbewusstsein. Selbstbewusstsein im Sinne von “sich selbst bewusst sein”. Wie oft nehmen wir uns die Zeit um regelmäßig zu reflektieren und für uns zu überlegen: Was sind meine Werte und Meinungen? Wer bin ich? Was sind meine Bedürfnisse? In welcher Lebenssituation bin ich und was macht daher für mich Sinn? Persönlich und in der Folge politisch? Ich lade dazu ein, sich die Zeit zu nehmen um sich auf die Reise zu sich selbst zu begeben, und die eigene intrinsische Motivation zu entdecken.

 

Nach dieser Übung kommen wir im nächsten Blog zur vorerst letzten Ebene, die auf diesem nun vertieften Bewusstsein für sich selbst, aufbaut: Bewusstsein für andere.

 

Stay conscious,

 

David

 

Mai 2017

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