Blog 2 - Bewusstsein für Medien und Inhalte

Nach dem Blog zum ersten Level “Bewusstsein für politische Prozesse”, in dem es darum ging, Bewusstsein dafür zu schaffen, was Politik eigentlich ist und wie sie funktioniert, sowie was die Möglichkeiten der Einflussnahme des Einzelnen sind, geht es im Blog zum zweiten Level um “Bewusstsein für Inhalte und Medien”.

 

 

Fake News und Medienbewusstsein

 

Schlagwörter wie Fake-News, Alternative Fakten & Co sind in aller Munde. Viele Menschen gehen oftmals davon aus, dass im wesentlichen nur “die anderen” anfällig für falsche Nachrichten sind. Aber egal ob reißerische Überschriften oder subtil verzerrte Darstellungen der Wirklichkeit, niemand kann sich dem ganz entziehen.

 

In einer Zeit, in der sich der Umgang mit Informationen, insbesondere durch das Internet, verändert wie nie zuvor, braucht es vor allem eines: Medienbewusstsein. Das ist ein Lernprozess, der uns alle betrifft. Er ist wichtig für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene. Medienkompetenz ist keine Selbstverständlichkeit, hat aber eine große Auswirkung. Es ist wichtig, dass wir nicht nur blind konsumieren, sondern uns bewusst machen, wie Medien funktionieren, und was die Effekte sind. In weiteren Beiträgen werde ich bei dieser Thematik in die Tiefe gehen, aber ein aktuelles Phänomen sei schon jetzt veranschaulicht aufgegriffen.

 

 

Bubbles und Algorithmen - Lebst du in einer Filterblase?

 

Wenn man beispielsweise vor 100 Jahren in einer Stadt lebte, so las im wesentlichen jeder die gleiche Zeitung. Vor noch 20 Jahren schaute im Prinzip das ganze Land die gleichen Nachrichten-Abendsendungen. Heute ist das anders. Das Internet und in weiterer Folge die sozialen Medien haben die Landschaft vollkommen verändert. Eine breite Masse konsumiert nur mehr die Nachrichten und Inhalte, die ihr zusagt. In den sozialen Medien ist das leicht und das Internet ist mittlerweile Informationsquelle Nummer 1. Wir liken was uns gefällt und der Algorithmus präsentiert uns Beiträge, die in die gleiche Richtung gehen. Andere Meinungen und Sichtweisen werden weitgehend ausgeblendet. Wir leben in Filterblasen. Heute kann man jemandes Nachbar sein und in einer ganz anderen Welt leben, weil die bezogenen Informationen vollkommen anders gefiltert sind. In Österreich wurde das im Zuge der Polarisierung bei der Bundespräsidentenstichwahl ein Stück weit sichtbar.

 

Oft ist uns nicht bewusst, wie schnell die Entwicklung voranschreitet. Viele Entwicklungen sind schleichend aber durchaus rasant. Durch diese schleichenden Veränderungen, an die wir uns anpassen, fällt mitunter nicht auf, wie viel sich in nur wenigen Jahren bewegt. Reflektiere kurz mal selbst - Woher kamen vor 10 Jahren meine Informationen, die ich für die Meinungsbildung heran zog? Wie ist das heute? Welche Veränderungen ergeben sich dadurch? Auf was muss ich aufpassen? Veränderung muss weder gut noch schlecht sein, aber sie erfordert von Zeit zu Zeit eine Anpassung oder Neuausrichtung. Gerade in Zeiten, in denen große Bewegungen vor sich gehen und neue Dynamiken entstehen, wie aktuell in der Medienlandschaft.

 

 

Warum eigentlich Medien und Inhalte?

 

Dabei sollten auch zeitlose Fragen nicht zu kurz kommen wie: Wer schreibt was aus welchem Grund? Geht es um qualitativ hochwertige Informationen, ist der Inhalt verzerrt dargestellt oder ist es eine Falschmeldung? Die Grenze zwischen den drei ist oft verschwommen. Und selbst hochqualitative Beiträge können nicht perfekt sein. Auch das muss uns bewusst sein. Aber wenn wir reflektieren, und daran arbeiten ein fundiertes Bild zu gewinnen, dann hilft uns das dabei, eine gute Grundlage für unsere eigenen Entscheidungen zu haben. Denn darum geht es, wenn wir bewusst Informationen an uns heranlassen und diese aufnehmen. Dass wir etwas mitnehmen können, das uns weiterbringt.

 

Und an der Stelle können wir auch allgemein reflektieren: Warum lesen wir Zeitung? Warum schauen wir in die Kanäle der sozialen Medien? Warum schauen wir TV? Was ist der Antrieb? Berieselung? Fadesse? Zeitüberbrückung? Um “mitreden zu können”? Um etwas über die Welt zu erfahren, dass uns weiterbringt? Ist es wichtig oder Zeitverschwendung? Und was hat das für eine Auswirkung? Auf mich und in der Folge auf die Gesellschaft... Fragen über Fragen, aber es lohnt sich, für sich selbst Antworten zu finden.

 

Nächstes Mal geht es weiter mit Level 3 - Bewusstsein für sich selbst. Es ist sozusagen der Schritt von extrinsischen Einflüssen (Medien) hin zu sich selbst...

 

Stay conscious,

David

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David Packer, BSc.

 

 

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