Blog 1 - Bewusstsein für politische Prozesse

Nach dem allgemeinen Überblick über die vier Ebenen der Bewussten Politik letzte Woche, geht es nun direkt in die Materie. Das erste Level ist das “Bewusstsein für politische Prozesse” und wir starten gleich mit einer Basisfrage:

 

 

Was ist Politik?

 

Eigentlich eine spannende Frage, denn für die meisten Menschen bedeutet Politik am Wahltag ein Kreuz zu machen und in den Tagen davor die eine oder andere Information einzuholen. Dabei steckt wesentlich mehr dahinter.

 

Ganz allgemein ist Politik im Grunde ein Marktplatz. Ein Marktplatz, auf dem wir uns ausmachen wie wir miteinander zusammenleben. Viele Personen und Meinungen treffen aufeinander, und man einigt sich, wie man gemeinsam weiter vorangeht.

 

Insbesondere in der heutigen Zeit passiert das auf den verschiedensten Ebenen mit den verschiedensten Tools zu den verschiedensten Themen - und das alles gleichzeitig.

 

 

Wie funktioniert Politik?

 

Da Politik uns alle angeht ist sie immens komplex. Auch wenn sich nicht jeder in gleichem Ausmaß einbringt, so gibt es doch selten jemanden der gar keine Meinung hat. Wenn wir beim Fußball sagen in Österreich gibt es 8 Millionen Teamchefs, dann kann man sagen in der Politik sind es ebenso viele Bundeskanzler.

 

Um derart viele Interessen unter einen Hut zu bringen braucht es Entscheidungsmechanismen. In unseren Breitengraden ist das zumeist das Mehrheitsprinzip. Hier eine nette Anekdote dazu:

 

Als ich mein Konzept über Bewusste Politik das erste Mal öffentlich vorstellte, fragte ich in die Runde: “Wenn ihr an Politik und Abstimmungen denkt, hat eurer Meinung nach die Mehrheit immer recht?” Und das Ergebnis war geradezu bezeichnend. Keine einzige Person war der Meinung, die Mehrheit hätte immer recht. Das ist natürlich paradox, denn die Mehrheit meinte, dass die Mehrheit nicht immer recht hat. Aber es stellt sich natürlich die Frage, wie wir dem entgegenwirken können. Die Antwort dazu folgt in einem der kommenden Blogs.

 

Gleichzeitig ist es wichtig auf die Zusammenhänge zu schauen. Wer arbeitet aus welchem Grund mit wem zusammen? Gibt es Allianzen? Wo sind Schnittstellen? Vieles ist oft im Hintergrund und auf den ersten Blick nicht erkennbar, spielt aber eine große Rolle.

 

Und Politik ist von Natur aus nie “fertig”. Es gibt keine perfekte Lösung, denn Politik ist immer in Bewegung. Sie ist Mittel zum Zweck. Und der Zweck ist das Organisierens unseres Zusammenlebens.

 

 

Wie kann man sich einbringen?

 

Wie eingangs erwähnt sind Wahlen nur die Spitze eines Eisberges. Wir alle entscheiden selbst an welchem Punkt wir uns einbringen. Am Wahltag oder bereits davor, beispielsweise in einer bestehenden Partei oder in einer Bürgerbewegung. Inhaltlich zu einem konkreten Anliegen oder vielleicht sogar mit einer eigenen Initiative oder Kampagne. In einem groß angelegten Projekt oder auf lokaler Ebene.

 

Ja, Politik ist extrem komplex und verstrickt. Und aufgrund dieser Vielschichtigkeit bewegt sich oftmals lange Zeit nur wenig und es geht mitunter langsam voran. Aber gleichzeitig war es noch nie so einfach selbst aktiv zu werden. Wer eine gute Idee hat, kann diese mit Hilfe des Internets und den Sozialen Medien innerhalb kürzester Zeit an ein breites Publikum bringen und Unterstützer finden. Wer mehr finanziellen Support braucht, kann eine Crowdfunding-Kampagne starten. Die alten Muster der Politik sind stark verkrustet, aber die Welt ist dynamischer als je zuvor und mit ihr auch die Herangehensweise an, und die Funktionsweise von Politik. Das stimmt mich positiv. Welche Initiative würde zum Beispiel dich antreiben und was möchtest du umzusetzen?

 

Mein Appell ist: Sei aktiv, partizipiere and stay conscious! ;-)

 

Linz, 12.4.2017

 


Spoiler: Nächstes Mal geht es weiter mit “Bewusstsein für politische Inhalte und Medien” - Stichwort: “Fake News, Alternative Fakten”

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